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Hummel von Multiplex

Ein Bericht von Sebastian Hussels

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Die Entscheidung, die Hummel zu kaufen, fiel eher spontan. Eigentlich zog ich durch diverse Modellbauläden um nach einem neuen HLG zu suchen, mit dem Gedanken im Hinterkopf, auch ein passendes Schleppflugzeug für selbigen haben zu wollen. Dafür hatte ich mir die Hummel bereits angesehen, allerdings hat sie leider keine Querruder, die wären zum Schleppen zwar nicht zwingend notwendig, aber doch sinnvoll. Naja was solls, schließlich sah ich in einem Laden einen Baukasten von einer Hummel liegen. Ein Blick in das Innere des selbigen und schon stand fest, das Ding muß ich haben. Zunächst einmal ohne Servos und Motor zog ich nach Hause, um mit dem Bau zu beginnen.

Bauen

Nun, zu bauen gibt es wenig. Und die Teile, die noch zusammengefügt werden müssen, sind von absolut exzellenter Qualität. Da kommt Freude auf, auch die Vollständigkeit des Bausatzes verdient die Note eins. Die Anleitung ist (etwas ungewöhnlich) in Stichpunkte aufgeteilt, die alle eine kleine Checkbox zum Abhaken haben, so weiß man immer, wo man beim Bau stehengeblieben ist. Noch dazu gibt es zu jedem Stichpunkt eine kleine erläuternde Skizze, bravo! Die Reihenfolge der Anleitung sollte man unbedingt einhalten, sonst passiert es wie bei mir, daß die Leitwerke bereits verklebt sind, der Sporn jedoch noch nicht. Sehr weit komme ich am ersten Abend jedoch nicht , da ich mich noch für eine angemessene Motorisierung entscheiden muß, um später den Schwerpunkt richtig einstellen zu können. Daher kann das Servobrett noch nicht verklebt werden. Dem Bausatz liegen verschiedene Einbauhilfen für unterschiedlichste Motorisierungen bei.

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Modell: Hummel
Spannweite  
Profil:  
Gewicht:  
Hersteller: Multiplex
Preis (1998):  000.- DM / 000.- Euro
Ausstattung:  

hum05.jpg (15256 Byte)

Die Antriebsvorschläge von Multiplex fanden allerdings nicht meine Zustimmung. Ein 400er 7,2V mit 7 700er Zellen an einem 2,33:1 Getriebe hat schon mehr als genug damit zu tun, die angepeilten 850g durch die Luft zu bewegen, an Schleppen ist hier keinesfalls zu denken. Für mehr Leistung schlägt man bei Multiplex einen 500er vor, der direkt (igitt) eine 7x3 oder 8x4" Luftschraube dreht und dabei von nur 6 Zellen (igittigitt) gespeist wird. Aber ich habe mich eigentlich noch nie an irgendwelchen Antriebsvorschlägen orientiert, warum sollte ich das jetzt tun. Das einzig interessante, was ich daraus lernen konnte ist, daß die Hummel mit dem Gewicht von 6 Sub-C Zellen zurecht kommt. Das entspricht etwa 8 1250er Zellen oder 10 N800AR bzw. 1400KR. Meine 8 Zeller hatte ich gerade verkauft, aber einen 6 Zeller habe ich noch. Auch wenn ich eigentlich mehr nach der Devise "Spannung statt Strom" arbeite, besorgte ich mir einen 15 Turn Car-Motor (runde 33000U/min leerl.) der über mein 4,4:1 Planetengetriebe seine Energie an eine passende LS abgeben sollte, mit 6 Zellen und 30A sollte es schon gehen. Ich hätte diesen Antrieb jedoch besser vorher durchrechnen sollen, dann hätte ich vorher gewußt, daß dieser fast die Hälfte der ihm zugeführten Energie auf direktem Wege in Wärme umwandelt. Mit 8 Zellen sieht die Energiebilanz schon deutlich besser aus (Motocalc verspricht knappe 70% Motorwirkungsgrad). Allerdings herrscht bei 8 Zellen das reinste Feuerwerk am Kollektor, und auch der EASY3000 äußert seinen Unmut über diesen Motor in einer übermäßigen Wärmeentwicklung. Vom Empfänger ganz zu schweigen, mit eingefahrener Antenne komme ich bei laufendem Motor ganze 10 Meter weit, dann ist Feierabend.

Da ich jetzt ohnehin wieder im Besitz von zwei achtzelligen Akkus war, hätte ich den Motor auch durch einen 500er RACE von Graupner ersetzen können, allerdings baut dieser länger als der Car-Motor und käme mit dem Hauptspant in Konflikt.
Jetzt war guter Rat teuer, OK, ich könnte jetzt auf einen Speed 480 (oder Permax 400BB) umsteigen, doch um eine vergleichbare Leistung zum 500er Gespann zu bekommen, wären mindestens 10 Zellen erforderlich, ich hatte mir aber gerade erst neue Akkus gekauft, und diese sollten auch dann benutzt werden.

hum01.jpg (32269 Byte)Mehr Leistung mußte her und zwar am liebsten in 400er Baugröße. Da ist die Auswahl nicht allzu groß. Zum einen gibt es da die Mini-Plettis und zum anderen die (wesentlich edleren) Kontronik BL400-xx. Also wenn ich schon viel Geld für den Antrieb ausgeben müßte, dann soll es auch was vernünftiges sein, will heißen bürstenlos. Der BL400-40 kommt mir mit seinen 4000U/min/V sehr gelegen würde er doch eine 12x6" Latte an meinen 8 Zellen zum rotieren bringen und dabei runde 25A konsumieren, und das bei einem Motorgewicht von 112g!

Damit käme ich mit dem günstigsten Regler aus. Nur noch einen passenden Flansch für das Getriebe kaufen und es kann losgehen. Aber halt, noch sind wir beim Bau.

Und hier muß die Devise jetzt "alles nach vorne" heißen, denn der leichte Motor bringt logischerweise nicht viel Gewicht vor den Schwerpunkt. Ein Servobrett liegt dem Bausatz bei und auch für den Multiplex Einstein sind Stanzteile vorhanden. Bei mir findet jedoch ein vorhandener MPX Pico 4/5 und zwei 9 Gramm Servos den Weg in den Rumpf.

Auch ein 300mAh Empfängerakku nimmt noch auf dem Servobrett Platz. Für den Antriebsakku muß ich mir jedoch selbst etwas einfallen lassen, zwei quer eingeklebte Balsaleisten halten den Akku am Boden des Rumpfes, ein bischen Klettband schützt den selben vor dem Verrutschen.

hum02.jpg (11752 Byte)Zum restlichen Bau gibt es nicht viel zu sagen, die Anleitung läßt einen in keinem Punkt im Stich. Allerdings habe ich die beiden Flächenhälften nicht verleimt, sondern nur mit Tesafilm verbunden, des weiteren habe ich die Bowdenzüge noch an einer Stelle mehr verklebt als vorgesehen, das minimiert das Spiel an den Rudern. Auch das Fahrwerk bekam nachträglich noch eine Verstärkung, in Form eines Quer eingelöteten Drahts, da das Abfluggewicht mit 1100g satte 250g über der Planangabe liegt. Die 12x6" Luftschraube muß einer 11x8" weichen, da sonst einfach zu wenig Luft zwischen Boden und Propeller ist. Ich benutze überings auch bei Motorflugzeugen gerne Klappluftschrauben, das schont die Abtriebswelle, und der Wirkungsgrad dürfte auch etwas besser sein. Zum guten Schluß bekommt die Hummel noch eine Schleppkupplung, die über ein 9 Gramm Servo betätigt wird.
Bild rechts: Kleiner Motor, große Leistung

Fliegen

Für den Erstflug wollte ich mehr als nur einen Park haben, deshalb bin ich ausnahmsweise mal zu einem Modellflugplatz rausgefahren. Da steht sie also auf der Piste, erinnert irgendwie an ein Antikflugzeug und beherbergt doch High Tech pur. Nach dem obligatorischen Reichweitentest kanns losgehen. Da beim Erstflug das Fahrwerk noch nicht verstärkt ist, wankt die Hummel bei den ersten Rollversuchen noch ziemlich stark und will mit kräftigen Ruderausschlägen auf Kurs gehalten werden. Macht aber nichts, dank der im Überschuß vorhandenen Motorleistung muß nicht lange gerollt werden. Der vorhanden Leistung bewußt, starte ich mit Halbgas, was immer noch reichlich ist, die Hummel ist schneller in der Luft als mir lieb ist, mehr als 3 Meter Rollstrecke können es kaum gewesen sein und die Hummel steigt schon mit ca. 45 Grad in den Himmel.

hum03.jpg (8393 Byte)Nachdem sie etwas Sicherheitshöhe gewonnen hat, schiebe ich den Knüppel ganz nach vorne und die Hummel nimmt ihre Nase noch weiter nach oben, um senkrecht weiter zu steigen. Hier ist allerdings schon einiger Höhenrudereinsatz gefragt, damit es keinen unfreiwilligen Looping gibt. So weit, so gut, Leistung ist im Überschuß vorhanden und sie läßt sich noch bändigen.

Was mehr zählt, ist das Handling, und das überzeugt auf Anhieb, wenn gleich die hohen gegeneinander wirkenden Momente um die Querachse etwas stören, der große Motorsturz trifft auf eine hohe EWD und reichlich Leistung. Die Überzieheigenschaften sind unkritisch, die Hummel geht einfach in einen leichten Sackflug über, nicht mal ein Nicken läßt sich provozieren.

(Bild: Das verstärkte Fahrwerk )

Auf das Seitenruder reagiert sie erstaunlich agil, solange man nicht zu langsam wird, sonst nimmt die Wirkung stark ab. Die Fluggeschwindigkeit ist noch sehr moderat, allerdings doch höher als man es von einem Parkflyer erwarten würde, was aber bei dem erreichten Gewicht nicht weiter wundert. Dafür liegt sie sehr satt in der Luft und läßt sich auch von etwas Wind nicht beeindrucken.

Nach zehn Flugminuten mache ich den ersten Landeanflug, der viel zu kurz gerät, in zwei Meter Höhe gleitet die Hummel an mir vorbei. Erstaunlich, trotz des recht dicken Rumpfes gleitet die Hummel verdammt gut. Aber schon der zweite Versuch paßt, und die Hummel setzt sich gaaanz sanft auf. Dennoch gibt das Fahrwerk reichlich nach, weshalb die bereits angesprochene Verstärkung erhielt. Ich verfliege noch den zweiten Akku, wobei schon langsam Routine einkehrt. Das schlechte Wetter erlaubt es nicht, oft zu fliegen und schon gar nicht zu schleppen. Mit nur einer Handvoll Starts nehme ich die Hummel mit zum Elektroflugtreffen nach Eudenbach. Aber auch hier kommt es nicht zum Schlepp, da der Wind das nicht zuläßt. Trotzdem mache ich hier zwei Starts, wobei die Hummel wegen des Windes nicht einen Meter rollt, sondern praktisch aus dem Stand abhebt. Bei der zweiten Landung verliere ich durch eine Störung die Kontrolle, wodurch die Hummel äußerst unsanft aufschlägt. Aber außer einem abgerissenen Leitwerk und einem verbogenen Fahrwerk ist nicht viel passiert. Offensichtlich ist die Hummel wesentlich robuster als es die filigrane Bauweise vermuten läßt

hum04.jpg (6745 Byte)Fazit zum Modell

Die Hummel ist eigentlich ist ein besserer Trainer, noch dazu mit einer wunderschönen Optik. Und daß der Preis dazu noch stimmt, freut noch mehr. Mit der passenden Motorisierung (z.B. Speed 480 mit Getriebe und 8 Zellen 800AR oder 1400KR) dürften sowohl Anfänger als auch erfahrene Piloten einen Trainer oder ein Feierabendmodell finden. Wer eine besondere Herausforderung sucht, benutzt die Hummel zum HLG-Schlepp, aber darüber wird es -wenn ich es probiert habe- einen gesonderten Bericht geben. Bis dahin muß die Schleppkupplung zum Abwurf von Fallschirmspringern herhalten. Zum "Rumsummen" im Park werde ich mir noch einen 6-Zeller (1400KR) zusammenlöten. Es fällt schwer, Negatives über den Bausatz zu sagen, das einzige, was ich bemängeln könnte, wäre die mäßige Qualität der Stanzteile.

Bild: Sieht gut aus, ist leicht und stabil, der Randbogen aus Sperrholz

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Sebastian Hussels

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