rconline.net
werbung.gif (147 Byte) [an error occurred while processing this directive] [an error occurred while processing this directive]

werbung.gif (147 Byte)

fmb-headline.gif (2432 Byte)

Hobbymagazin Navigation - www.rconline.net
Magazin-Home | Neue Beiträge | Die Besten | Die Hits | Irgendeinen Beitrag | Suchen | Favoriten | Bewertung und Kommentar

F-Schlepp - oder was Sie darüber wissen sollten - Teil 1

Ein Bericht von Stefan Hoetzinger

Dieser Beitrag ist für die Leute, die es Leid sind, immer das Gummiseil auszulegen um dann doch nicht in die Höhe zu gelangen, um in die Termik zu kommen. Hiermit möchte ich den Piloten die das Schleppen interessiert, ein paar Informationen, Ratschläge und Hilfestellungen mit auf den Weg geben.

Nun gehe ich mal davon aus, dass man ein Modell fliegen kann und nun auch mal Interesse hat, F-Schlepp zu betreiben. So stellt sich die Frage nach dem richtigen Modell. Also es ist möglich mit jedem Motormodell zu schleppen, aber man muß sich auch klar darüber sein, dass eine Rhönlerche hinter einer Extra 300 nicht lange fliegt, da Sie diesen Belastungen nicht stand hält.

Wenn man nur seine Kollegen am Wocheende schleppen will, und keine besonderen Ansprüche an Aussehen und Vorbildtreue stellt, baut man sich ein einfaches und unkompliziertes Zweckmodell, was in vielen Faelllen voll ausreicht. Aber falls eine Teilnahme an einem Wettbewerb geplant wird, dann sollten es schon Vorbildaehnliche Modelle sein, die aber auch im Maßstab zueinander ungefaehr passen sollten. Was heisst, das das Motormodell nicht groesser als der Segler sein sollte.

Motormodell

Beginnen wir mit der Auswahl zwischen Hoch- und Tiefdecker. Hochdecker sind meist die gutmütigeren Modelle, da Sie wegen ihrer Schwerpunktlage langsamer fliegen. Der Nachteil ist, dass Sie bei Seitenwind empfindlicher sind, was aber fuer einenguten Modellflugpiloten nicht so schlimm ist, wenn er gut fliegen kann.

Tiefdecker sind schneller, und daher nicht so gut geeignet, wobei ich selbst gute Erfahrungen mit einem Tiefdecker gemacht habe. Kommen wir zur Spannweite, meiner Meinung nach sollte das Modell mindestens 2 Meter Spannweite haben.
Natuerlich kann man auch mit dem 1,5 m Charter schleppen, aber man moechte ja schoen sauber und Vorbildgetreu fliegen. Querruder sind eigentlich selbstverstaendlich, und auch Landeklappen sollten nicht fehlen, da man sich damit auf schnelle und langsame Segelflugmodell anpassen kann. Wichtig ist dabei die Anlenkung der Klappen. Wie die Skizze zeigt, sollte der Servo bei ausgefahrenen klappen nicht belastet werden!

Das Profil der Tragflaechen ist meist ein Clark Y, da dieses viel Auftrieb bei geringer Geschwindigkeit bringt, was das wichtigste beim Motorschleppmodell ist. Es soll langsam fliegen koennen und dabei aber auch noch steigen. Natuerlich darf das Modell nicht zu schwer sein, da es sich und den Segler in die Hoehe bringen muss, und desto schwerer das Motorflugzeug ist, desto staerker muß der Motor sein, was aber wieder Gewicht bringt. Also leicht bauen, leicht fliegen!

Nun noch ein Tip zum Hoehenleitwerk. Zum Beispiel bei der PLZ Wilga kann es passieren,das sich das Schleppseil im Hoehenruder einklemmt. Abhilfe bringt ein kleiner Stahldraht der das Seil nicht zwischen Hoehenruder und Leitwerk laesst. Es gibt noch eine zweite Moeglichkeit , die aber spaeter bei der Konfiguration des Schleppseil erklaert wird. So ein eingeklemmtes Seil hat große Auswirkungen, da man ohne Hoehenruder sein Modell kaum mehr steuern kann

Gut ist es auch wenn man immer seinen Tank einsehen kann. Darum sollte der Tank so angebracht sein, daß man in vor dem Start leicht einsehen kann.

Motor

Der Motor sollte eine „eierlegende Wollmilchsau" sein. Denn die Leistung muss ausreichen um das Motormodell, und den Segler zu bewegen, und außerdem sind ein paar Kraftreserven sind nicht zu verachten. Am wichtigsten ist es heutzutage, dass das Modell leise ist, aber das ist fast immer mit Kosten und Mehraufwand an Arbeit verbunden. Es ist dennnoch aeusserst wichtig, leise zu fliegen, da Modellflieger ohnnehin nicht gerne gesehen sind, und daher ist es am besten, man fliegt leise, dann wird man meist auch in Ruhe gelassen.
Man hat mehr Moeglichkeiten, wenn man viel Hubraum und Leistung hat, dann kann man einen großen Propeller verwenden, der die Drehzahl reduziet und somit gleichfalls auch die Lautstaerke.

Also lieber den Motor ein bisschen größer, aber bitte nicht übertreiben da ein Motor eine ziemlich großen Gewichtsanteil am Modell hat. Da solche Modell viel Sprit brauchen sollte man es sich zweimal überlegen einen Gluehzuender oder Viertakter zu verwenden, denn da kostet der Sprit ziemlich viel. Besser sind Benzinmotoren mit großem Hubraum. Kleiner Tip wer eine alte Kettensäge hat kann diese mit ein bischen Know-how zu einem Flugzeugmotor umbauen. Nun gibt es Leute die eine Zuendung verwenden, was das anwerfen des Motor einfacher macht, aber der Nachteil ist ,dass man meist einen zusaetzlichen Akku braucht. Wichtig ist beim Anlageneinbau darauf zu achten, alles „weich „ zu lagern, da diese Motore sehr stark schuetteln und damit an der Anlage Schaeden hervorrufen koennen. Aber Sie sollten bitte wirklich eins beachten, fliegen Sie leise, dann haben Sie und Ihre Modellflugkameraden keinen Ärger.

Bild links: Hier nochmal eine Skizze von der Schutzvorrichtung.

In unserem Verein haben wir ein Modell mit dem Namen Spacewalker. Der hat 3 m Spannweite, wiegt 15 kg und hat einen ZG 62 mit Hydro-Mount-System von Toni Clark eingebaut. Dieses Modell hat eine maximale Lautstärke von 76 db, und hat bisher jedes Segelflugmodell, sogar 17 KG Segler auf Hoehe gebracht. Das mit der Lautstaerke geht also, wenn man will.

Schleppkupplung

Diese sollte in der Verlaengerung vom Schwerpunkt zum Segler angebracht werden.

Im Orginal ist die Lupplung am Heck des Flugzeuges angebracht, was sich im Modell aber als Fehler herausstellte, da der Segler das Motormodell zu stark „mitsteuerte".

Ausserdem ist es falsch, in eine Schleppkupplung einen billigen schwachen Servo einzubauen. Den es ist sehr wichtig, das eine Kupplung auch unter hoher Belastung aufgeht. Das hat mir schon oft mein Modell gerettet. Die Kupplung sollte moeglichst leicht bewegbar sein und nicht durch Umlenkungen oder unnoetige Roehrchen schwergaengig gemacht werden. Ein gutes Beispiel zeigt das naechste Bild.

Schleppkupplung Segler

Beim Segler hat es sich bewaehrt, in der Rumpfspitzedie Kupplung einzubauen. Man kann die über den Fachhandel erhältlichen Kupplungen verwenden oder selber eine bauen. Wie zeigt die Skizze (Sie soll nur ein denkanstoß sein)

Schleppseil

Darueber gibt es auch ein paar Sachen zu sagen. Es sollte 20 m lang sein und eine Sollbruchstelle bestizen, die man am besten mit einer Nylonschlaufe verwirklicht. Diese dient zugleich dem leichtern einklinken des Seglers. Zum Problem mit dem Höhenleitwerk ist zu sagen, dass man ein 2 m Kunststoffrohr (5 mm) über den Anfang des Seil schiebt und dort mit zwei Knoten fixiert. Somit kann sich das Seil nicht mehr im Höhenleitwerk der Schleppmaschine verfangen. Um das Seil auch bei Wind zielgenau über dem Flugfeld abzuwerfen muß etwas Ballast am vorderen Drittel befestigt werden.

Bei Wettbewerben gibt es Punkte auf die Zeilgenauigkeit des Seilabwurfes und es wird dort gezaehlt wo das Seil als erste aufschlägt .

Mein Modell ist ein Nachbau eines Amerkanischen Experimental Flugzeuges, das 2,4 m Spannweite hat, und mit einem ZG 38 mit Topfschalldämpfer ausgestattet ist. Die Lautstaerke liegt bei 81 db und das mit einer 20x8 Latte. Das Fly Baby ist nach einem Plan gebaut und wiegt 7,5 Kg.
Es ist fast nur aus Pappelsperrholz gebaut. Dadurch ist es sehr billig, da 4 qm (3mm) Pappelsperrholz ca 30 DM kosten. Ich schleppe damit locker Segler bis zirka 7 Kg (je nach Modell).

Burkhardt Wagner mit seiner Frisch Wilga (3,8 m, 140 ccm) und Micha Franz mit sein ASW 27 (7,55 m). Für nächstes Jahr haben sie zwie neue Modelle in Vorbereitung, aber das bleibt unser Geheimnis. Um so gut zu werden muß man Top Modelle haben und sehr sehr viel trainieren, den diese beiden sind fast perfekt. Nun hoffe ich, daß ich euch ein bisschen Einblick in die Materie des Flugschlepps gegeben habe.

Bild links: Das sind die Deutschen Meister 96/97

Stefan Hoetzinger

 

line-suche-bewertung.gif (3195 Byte)

Wird ein bestimmter Beitrag gesucht?
Looking for anything special?

Sie können für den Beitrag hier eine Bewertung abgeben:

  

Kommentare oder Rückfragen zu diesem Beitrag richten Sie bitte unter Angabe der gesamten URL an:

Please send comments or questions on this issue with the complete URL to:

redaktion@rconline.net


rconline.net - hobbybidder.net - hobbyseek.net - hobbyspider.net sind eingetragene Markenzeichen
Copyright © 2001-2003 rconline.net Germany - Alle Rechte vorbehalten. Benutzer dieser Website akzeptieren unsere rechtlichen Hinweise.

rconline.net - hobbybidder.net - hobbyseek.net - hobbyspider.net are registered trademarks
Copyright © 2001-2003 rconline.net Germany - All Rights Reserved. Use of this Web site constitutes acceptance of the User Agreement.

Sehr gut!  Gut  noch ausreichend.  kann man besser lösen.  schlecht  schlecht