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Die Vario BELL 47 GII als Sprühhubschrauber

Ein Bericht von Elmar Lanzinger

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Als ich dieses Jahr auf der Nürnberger Spielwarenmesse den Stand des Gräfendorfer Unternehmens besuchte, wollte ich eigentlich keinen neuen Hubschrauber kaufen. Nur einfach mal so schauen...

Tja, die Neuheiten waren ja ganz interessant, aber die schöne BELL da rechts hinten, die hatte es mir angetan. Das Modell wurde genau begutachtet und schon auf dem Nachhauseweg der Entschluß gefaßt, so einen Hubschrauber irgendwann auch zu bauen. Der Modellbauer kennt sicher das weitere Prozedere: Immer wieder im Katalog das Modell der Träume ansehen, schon mal, natürlich "nur so" eine Bestelliste der benötigten Teile zusammenstellen, um dann beim Endpreis blaß zu werden und das Projekt schließlich doch "vorerst" zu verschieben.

Eines Tages wird dann flugs entschieden und das längst vorbereitete Fax auf den Weg gebracht.

Wer die Firma Vario kennt weiß, daß von der Bestellung bis zur Lieferung in der Regel nur ein Tag vergeht. Bisher gab es da bei mir keine Ausnahme... nur die BELL kam nicht. "Die Rümpfe für die BELL 47 werden momentan gefertigt und sind in etwa 14 Tagen lieferbar." Der gute Geist der Firma Vario, Fr. Knechtel, gab mir freundlich die telefonische Auskunft und ich wartete voller Freude auf mein Paket.

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Modell: Bell 47 G II
Rotordurchmesser: keine Angaben
Gewicht: keine Angaben
Hersteller: Vario Helicopter
Preis (1998):  000.- DM / 000.- Euro
Ausstattung: keine Angaben

Als Anfang Juni der Paketdienst bei mir klingelte, war mein SkyFox bereits zerlegt und für den Einbau in den Rumpf vorbereitet.

Bauen

Der Bausatz:

Erstaunlich wenige Teile enthielt die große Schachtel: Da war die Cockpitverglasung, die Cockpithaube, der Gitterrumpf aus Edelstahlrohr, die Tanks mit Zubehörbeutel, die Sprühtanks mit Zubehör, eine Tüte mit Kleinteilen, das Auspuffset und der obligatorische Cockpitausbau mit Piloten, Sitzgurten, Feuerlöscher und den Steuerknüppeln. Gerade bei einem so offen einsehbaren Cockpit wie bei der BELL 47, sollte man auf einen schönen Cockpitausbau achten.

Die Qualität der Bauteile waren, wie von Vario gewohnt, makellos mit drei Ausnahmen: Der Gitterrumpf war nicht besonders schön verlötet (viel Schleifarbeit nötig), die GFK-Haube hatte eine schlampige weiße Deckschicht und war nicht sehr eben (Löcher) und das Cockpit paßte nicht so recht in die Haube. Hier war erhebliche Nacharbeit angesagt.

Loben muß man hingegen die vorzügliche Bauanleitung mit vielen Abbildungen, das saubere Kufenlandegestell und die super gefertigten ABS-Spritzteile.

Der Aufbau:

Hält man sich an die Bauanleitung, so gelingt in kurzer Zeit ein problemloser Aufbau des Hubschraubers. Die einzelnen Baustufen sind klar gegliedert und ausführlich dokumentiert. Da ich den Hubschrauber zuerst unlackiert testen wollte, wurde etwas von der Anleitung abgewichen. Einzig der Cockpitausbau ist meines Erachtens nicht besonders gut gelöst und wurde von mir so abgewandelt, daß sich das komplette Cockpit (mit Piloten usw.) im Ganzen in die Haube einsetzen läßt. Ebenso wurde die etwas wabbelige Haube am Rumpfboden mit einem 3mm Sperrholzbrett verstärkt und so die ganze Konstruktion verwindungssteifer und stabiler gemacht.

Eine Verbesserung der Tankkonstruktion ohne Y-Verbindung vermindert die Vibrationen beim Hochlaufen des Systems und verhindert den überflüssigen Tankschlauchwirrwarr.

Die Sonderfunktionen:

Als der Hubschrauber rohbaufertig vor mir stand, kam mir die Idee nicht nur die Attrappe eines Sprühhubschraubers zu bauen, sondern gleich eine voll funktionsfähige Sprühanlage in den Helikopter einzubauen. Die Sprüharme sollten dabei per Fernsteuerung aus- und einfahrbar sein und tatsächlich Flüssigkeit versprühen können. Aus Messing wurden die beiden Sprüharme gefertigt, der Wassertank kam in den einen Sprühtank und der Drucktank in den Anderen. Mit einem Servo, das unter dem Wassertank im Sprühtank montiert ist, wird die Zuleitung zu den Sprüharmen abgeklemmt. Das Aus- und Einfahren der Arme übernimmt ein Servo, bei dem die Elektronik ausgebaut wurde und der Motor mit einer speziell entwickelten Elektronik angesteuert wird. Über ein 90o-Winkelgetriebe erfolgt die Kraftübertragung auf eine Gewindespindel (mit Rechts- bzw. Linksgewinde) und darauf laufende Buchsen ziehen die Arme an einem kleinen Hebel in die jeweilige Position. Das Ausfahren dauert wegen der Servoübersetzung (das Drehmoment ist aber unbedingt nötig) so allerdings ca. 1 min 40 - ein kleiner Schönheitsfehler.

Sind die Sprüharme nicht in der eingefahrenen Parkposition, so leuchtet das Warnlicht am Rumpfboden automatisch.

Der Cockpitausbau:

Wegen meiner bescheidenen handwerklichen Fähigkeiten kam ein semiscale Ausbau natürlich nicht in Frage. Hier mußte ich auf das Zubehör der Firma Vario zurückgreifen. Dennoch läßt sich damit ein schönes Cockpit (wenn auch nicht naturgetreu) gestalten. Als besonderen Gag sollten bei mir die "Instrumente" des mittleren Panels auch funktionsfähig sein. Die Kontrolleuchten des Drehzahlreglers (MCR-Servo von Schulze) und die Akkukontrolle mit Fehlererkennung (MC-Blinki+ von Schulze) wurde also in die Konsole integriert. Die Rückwand des Cockpits zum Motor hin wurde mit einer Abdeckung versehen, an der Kartentaschen angebracht sind. Desweiteren wurden die Piloten angegurtet und der Kopilot zusätzlich mit einer Landkarte versorgt - man will sich ja schließlich nicht verfliegen!

Die Elektronik und die Motorisierung:

Als Empfänger kommt ein Graupner DS 20 MC zum Einsatz. Die Servos für Nick- und Roll sowie Gas sind C4041, das Heckservo ist ein Futaba S9205 in Verbindung mit dem 3D-Gyro von Robbe. Der MCR-Servo von Schulze regelt sehr zuverlässig die Systemdrehzahl. Für Überwachungsfunktionen wird das MC-Blinki+ von Schulze eingesetzt.

Eine Doppelstromversorgung ist aus Gewichts- und Platzgründen nicht vorgesehen, allerdings werden die Sonderfunktionen (Sprüharme, Warnleuchte und Klemmservo) von einem separatem Akku gespeist. Die Elektronik zum Bewegen der Sprüharme wurde von mir selbst entwikkelt.

Betankt kann das Modell wegen der nicht einsehbaren Tanks nur mit dem Fuelmaster, einer automatischen Betankungsanlage mit digitaler Füllstandsanzeige und automatischer Vollerkennung, werden. Es sei denn man zieht es vor solange zu Tanken, bis der Sprit aus dem Auspuff läuft.

Motorisiert ist die BELL 47 GII mit einem 10 ccm Rossi Motor (5 Kanal) und dem von Vario erhältlichen Auspuffset.

Fliegen

Das unbetankt 7,2 kg wiegende Modell ist mit dem Rossi-Motor ausreichend motorisiert und kann absolut vorbildgetreu geflogen werden. Hochgezogene Turns sind ebenso möglich wie enge, rasante Kurvenflüge. Durch den langen Rumpf hat das Modell eine sehr gute Heckrotorwirkung. Die Schwebeflugeigenschaften sind durch den tief gelegenen Schwerpunkt ausgezeichnet. Jemand der einen Trainer sicher schweben kann, wird auch mit dieser BELL keine Probleme haben.

Das Flugbild, aber auch der Sound des Motors, ist einfach klasse. Die immense zusätzliche Arbeit für die Sonderfunktionen haben sich auf jeden Fall gelohnt. Es sieht super aus, wenn sich die Sprüharme im Speedflug (oder auch vor Publikum im Schwebeflug) entfalten und dann einige Überflüge mit echten Sprüheinlagen vorgeflogen werden können. Der relative kleine 250ml - Tank erlaubt allerdings nur Sprühzeiten von ca. 20 Sekunden. Das reicht aber für 3-4 Überflüge.

Fazit zum Modell

Die BELL 47 GII von Vario Helicopter Gräfendorf ist ein gut fliegender, relativ einfach zu bauender Hubschrauber. Verzichtet man auf den vorbildähnlichen Cockpitausbau, die Sonderfunktionen (Sprüharme usw.) und eine aufwendige Lackierung, so ist der Einbau eines Trainers in den Rumpf sicherlich in zwei Wochen zu schaffen. Die Bauzeit für meine BELL betrug wegen der ganzen zusätzlichen Arbeiten ca. 4 Monate, wobei zwar relativ konstant, aber nicht jeden Tag am Modell gewerkelt wurde.

Nicht unerwähnt sollen meine Helfer sein, denen mein herzlicher Dank an dieser Stelle gilt: Als erstes mein Vater, der mir mit Rat und Tat steht's hilfreich zu Seite steht. Dann der Profilackierer Klaus Kuklau, der die BELL makellos und vorbildlich farblich gestaltet hat und nicht zuletzt mein Freund Helmut Stauber, der immer die Einstellarbeiten am Hubschrauber und - trotz wackeliger Knie - den Erstflug machen muß.

Wer nun ebenfalls mit dem Bau eines solchen schönen Hubschraubers liebäugelt, dem sei der Komplettpreis von ca. DM 5500,- für das Fluggerät nicht verschwiegen. Mein Problem ist es im Moment, während des Fliegens nicht an den Wert und die Arbeitszeit zu denken. Wenn ich es aber schaffe, unvoreingenommen durch die Lüfte zu schwirren, dann werde ich durch ein Flugbild der Sonderklasse belohnt. So sollte Modellbau sein...

Elmar Lanzinger

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